Bild: istock.com/G0d4ather
Konjunktur | 12.06.2018 (editiert am 13.06.2018)

Die deutsche und europäische Konjunktur im zweiten Quartal des Jahres 2018 – 1

Die Zeichen in der deutschen Industrie stehen auf Abschwung. Es ist davon ausgehen, dass sich das auch in den europäischen Indikatoren zeigen wird. Damit ist die Hoffnung auf den europäischen Aufschwung schon verloren, bevor sie richtig begonnen hat. Die europäische Wirtschaftspolitik ist weiterhin gekennzeichnet von historischem Versagen.

Die deutsche Konjunktur hat sich im April weiter abgeschwächt. Der Auftragseingang beim verarbeitenden Gewerbe ist regelrecht eingebrochen (Abbildung 1). Damit ist die Belebung, die Mitte 2016 eingesetzt und sich im vergangenen Herbst beschleunigt hatte, schon vorüber.

Abbildung 1

Insbesondere bei den Aufträgen aus dem Inland ist der Einbruch dramatisch (Abbildung 2). Sie sind innerhalb weniger Monate auf das niedrige Niveau zurückgefallen, das sie für einige Jahre bis Ende 2016 eingenommen hatten. Das zeigt, dass in Deutschland niemand begriffen hat, auf welche Weise man eine Konjunktur unterstützt und stabilisiert. Es zeigt auch, dass die Tarifabschlüsse zu gering sind, um der Konjunktur ausreichende Dynamik zu verleihen. Aber auch die immerwährende Hoffnung auf eine Belebung der Investitionstätigkeit hat getrogen. Die Unternehmen verdienen weiterhin viel Geld, wissen es aber nicht zu nutzen.

Abbildung 2

Unterscheidet man beim Auftragseingang aus dem Ausland zwischen Euroraum und Rest der Welt, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden