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Aufgelesen | 12.06.2018 (editiert am 13.06.2018)

Gescheiterte Globalisierung – Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates

Am 11. Juni ist das Buch von Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt mit dem Titel dieser Überschrift im Suhrkamp Verlag erschienen. Im folgenden veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags einen Ausschnitt aus dem Buch.

Der politische Liberalismus

Der politische Liberalismus stellt die Freiheit der Menschen, die in der individuellen Selbstbestimmung ihren Ausdruck findet, in den Mittelpunkt. Jeder darf denken und tun, was immer er für richtig hält. Jeder darf, nein soll nach seiner Façon glücklich werden, und jedem ist es daher untersagt, die anderen Individuen in ihrem Streben nach ihrem persönlichen Glück zu behindern.

Insbesondere der Staat hat sich gegenüber den vielen Konzeptionen des Guten und Richtigen neutral zu verhalten. Die Aktivitäten des Staates sind nur dann legitimiert, wenn es darum geht, Einzelne daran zu hindern, die Freiheit anderer Bürger zu beschränken.

Freiheit kann nach Meinung von Liberalen nur als die Abwesenheit von personalem Zwang und in diesem Sinn als negative Freiheit verstanden werden. Einer der bedeutendsten Vertreter des klassischen Liberalismus, John Stuart Mill, hat dieses Credo auf den Punkt gebracht:

„Die sozialen Einrichtungen sowie die praktische Moral würden […] ihre Vollkommenheit erreicht haben, wenn allen Personen völlige Unabhängigkeit und Freiheit des Handelns gesichert wäre,

[...]

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