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Talkshow Talk | 11.06.2018

Italiens Crashkurs – Europas neue Krise?

Der Erfolg der italienischen Populisten, ihre seltsamen Reformvorschläge und vor allem ihre Vorwürfe gegen Deutschland, bleiben für viele Deutsche rätselhaft. In der Maybrit-Illner-Show hat man zwar nur sehr wenig Licht ins Dunkel gebracht, aber erhellend war auch das dann wieder.

Schon in der Anmoderation machte Maybrit Illner klar, welches Problem nach ihrer Meinung die neue italienische „Populistenregierung“ als solches anerkennen muss, um nicht eine neue Eurokrise heraufzubeschwören:

„Wenn die neue Regierung dort ihre Ankündigungen wahrmacht, dann droht das Land in einem Schuldenstrudel zu versinken, es könnte seine Nachbarn mitreißen und gegebenfalls unsere gemeinsame Währung – den Euro. Darf man hoffen, dass sich das neue Rom von selbst beruhigt?“

Wenig überraschend widersprach keiner der Diskutanten der Ausgangsthese, dass eine Schuldenquote wie die Italiens in Höhe von 132% irgendwie ein großes Problem darstellt. Etwas überraschend war dann schon eher, dass der aufgebotene Experte – Sebastian Dullien, der als keynesianischer Ökonom gilt – die Fixierung auf diese Kennziffer nicht generell in Frage stellte. Immerhin wies er darauf hin, dass Italien nicht das geringste Problem habe, seine Schulden zu bedienen; schaffte es dann aber, das Publikum glauben zu machen, eine Reduzierung der Staatsschuldenquote sei ein erstrebenswertes Ziel. [...]

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