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Weltwirtschaft | 19.06.2018 (editiert am 20.06.2018)

Leistungsbilanzüberschüsse, Arbeitsplätze und die Statistik

Die Konfusion wächst, aber das Rettende wächst nicht. Von allen Seiten wird versucht, Trumps Handelspolitik zu desavouieren, aber die Überschüsse und ihre fatalen Wirkungen auf andere Länder gehen davon nicht weg.

Angesichts vieler Berichte in den Medien über eine „Studie“ des ifo-Instituts, die vorgibt, die europäischen Außenhandelsüberschüsse gegenüber den USA deutlich zu relativieren, sind auch eine Reihe unserer Leser verunsichert. Wie haben darauf schon reagiert (hier). Hinzu kommt aber, dass nun auch die Nachdenkseiten (hier) in dieses Horn stoßen und sogar behaupten, die Defizite der USA seien „Fake“. Das geht entschieden zu weit, weil es erstens falsch ist und zweitens, weil es jede kritische wirtschaftspolitische Position gegenüber der deutschen Politik in Misskredit bringt.

Ich will in diesem Beitrag noch einmal in aller Ruhe erklären, worum es geht, wieso unsere Position von solchen statistischen Spielchen unberührt bleibt, wieso aber generell Skepsis bezüglich der Statistik (in jeder Richtung) angezeigt ist und was daraus für die Politik folgt.

Außenhandel, Wettbewerbsfähigkeit und die Welt

Zunächst aber finde ich es wichtig, noch einmal eine politische Einordnung des deutschen Außenhandels vorzunehmen. Das, was jetzt passiert, ist ja nicht neu. Ich erinnere mich lebhaft daran, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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