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Exportüberschüsse | 22.06.2018 (editiert am 27.06.2018)

Zur Bedeutung einer „ziemlich belanglosen Debatte“

Die Debatte über die Frage, ob es zwischen den USA und der EU makroökonomische Ungleichgewichte gibt, wurde von Albrecht Müller als „ziemlich belanglos“ apostrophiert. Ein Urteil, das mit der Realität kapitalistisch organisierter Produktionsökonomien nichts zu tun hat.

Die Debatte, auf die sich Albrecht Müller bezieht, drehte sich ursprünglich um die Frage, ob es zwischen den USA und der EU oder zwischen einzelnen Ländern der EU und den USA makroökonomische Ungleichgewichte gibt.

„Es gibt kein Handelsungleichgewicht“

Das ifo-Institut hat in einer Studie behauptet, dass dieses Problem zwischen der EU und den USA nicht besteht. Trump schaue nur auf die Handelsbilanz und „vergesse“ die amerikanischen Dienstleistungen und die sogenannten Primär- und Sekundäreinkommen.

Werner Rügemer stimmt dieser Behauptung zu, weil sie durch „offiziellen Quellen und Zahlen über die heutigen Wirtschaftsbeziehungen – verständlich für jedermann und jedefrau“ als richtig belegt sei. Warum aber, fragt er sich, bieten dann unsere „verantwortlichen Regierungs-Dödel“, der „schlaue Ex-Bankier Macron“ und die „EU-Kommission“ im Handelsstreit mit den USA nicht mit diesen Fakten Trump die Stirn? Rügemer bietet die folgende Erklärung an:

„[D] aran kann man die primitive, flächendeckende, bis politisch ganz oben reichende Verdummung erkennen,

[...]

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