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Eurozone | 20.07.2018

Da können die Griechen wählen, was sie wollen

Mit dem Auslaufen des letzten der drei sogenannten „Rettungspakete“ im August wird sich für die Griechen wenig ändern. Dafür haben Eurogruppe und EU-Kommission bereits gesorgt. Auch die EZB ist mit im Boot.

Nirgends tobte die Eurokrise so wild wie in Griechenland. Nach acht Jahren „Troika-Politik“, drei Memoranden, mehreren Privatisierungsprogrammen und unzähligen Sozial- und Arbeitsmarktreformen endet am 20. August eine Ära. Zumindest offiziell. Faktisch wird sich für die Griechen mit dem Auslaufen des letzten der drei sogenannten „Rettungspakete“ wenig ändern. Dafür haben Eurogruppe und EU-Kommission bereits gesorgt.

Das Schlüsselwort lautet „verstärkte Überwachung“. Diese ist gemäß dem 2013 eingeführten Two-Pack vorgesehen, wenn ein Land sein Programm beendet. Bis 75 Prozent der Schulden bei den Rettungsfonds EFSF und ESM sowie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) beglichen sind, bleiben die Institutionen im Land und kontrollieren die langfristige strikte Einhaltung der Reformen sowie ob die vereinbarten Haushaltsziele eingehalten werden.

Im Falle Griechenlands ist dieser Status auf Jahrzehnte angelegt. Eine vollständige Rückzahlung der Kredite ist derzeit bis 2059 geplant. Durch eine jüngst beschlossene Streckung der Tilgung der am längsten laufenden Kredite bei der EFSF verschiebt das Fälligkeitsdatum noch weiter nach hinten und einen großen Teil der offenen Zahlungen ins hintere Drittel des Rückzahlungsplans. [...]

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