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Weltwirtschaft | 02.07.2018

Weltwirtschaftliche Herausforderung für die Geldpolitik

Das globale Umfeld wirkt alles andere als robust und stabil. Eine echte Normalisierung der globalen Geldpolitik bleibt somit ein Anliegen der fernen Zukunft.

Mit den Entscheidungen der Zentralbanken bestätigt sich das Bild einer ungleichförmigen Normalisierung der Geldpolitik in der Welt. Im letzten Jahr hatten sich Hoffnungen auf eine gleichgerichtete Stärkung der Wirtschaftserholung in der Welt verbreitet, Amerika, Europa, China und auch Japan schienen gleichsam daran teilzuhaben. Mittlerweile hat sich aber überall eine teilweise deutliche Abkühlung angedeutet, allein in Amerika hält sich die Hoffnung, dass dies auf das erste Jahresquartal beschränkt bleiben wird.

Somit scheint es Sinn zu machen, dass die Federal Reserve weiterhin die Vorreiterrolle einnimmt. Allerdings ergeben sich daraus für die Wechselkurse und internationalen Finanzmärkte wachsende Spannungspotentiale.

Währungen unter Druck

Unter Druck geraten sind in erster Linie die Währungen vieler Entwicklungs- und Schwellenländer. Man muss sich hierzu erinnern, dass die Währungen dieser Lander ab Mitte 2009 einige Jahre zunächst unter teilweise sehr starkem Aufwertungsdruck standen. Die extrem expansive Geldpolitik der von der Finanzkrise besonders stark betroffenen Industrieländer, allen voran die QE Geldpolitik der Federal Reserve, war hierfür ursachlich gewesen. Von einem von Amerika angezetteltem „Währungskrieg“ sprach damals etwa der brasilianische Finanzminister. [...]

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