Soziales | 24.07.2018

Die AfD, die Rente und die Nazis – 2

Was steht eigentlich genau in dem Rentenpapier der AfD aus Thüringen, gegen das so viele aus allen Rohren schießen? Und wie sind ihre Vorschläge zu einer Reform des deutschen Rentensystems nüchtern betrachtet zu beurteilen?

Schon allein Fragen wie diese beantworten zu wollen, wird vielfach als verwerflich angesehen. Man werte damit die AfD auf, wurde mir zum Beispiel in Reaktion auf den ersten Teil dieser Artikelserie vorgeworfen.

Ich halte diese Strategie im „Kampf gegen Rechts“ allerdings für grundfalsch. Zunächst einmal deswegen, weil ich Diffamierungen generell nicht für ein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung halte. Selbstverständlich muss man diejenigen kritisieren, die dummes Zeug reden oder amoralisch argumentieren. Aber dabei darf es nicht darauf ankommen, ob der Kritisierte der AfD angehört oder nicht.

Darüber hinaus spricht vieles dafür, dass die gegenwärtig von den meisten Parteien verfolgte Ausgrenzungs- und Diffamierungsstrategie nicht funktionieren wird. Die AfD dürfte auf absehbare Zeit von einer nicht zu vernachlässigenden Anzahl von Menschen gewählt werden. Damit ist die versuchte Ausgrenzung auch taktisch unklug. Insbesondere dann, wenn innerhalb der AfD richtige Aussagen gemacht werden. Man wird nicht dadurch glaubwürdig, dass man alles Falsche von ihr heftig kritisiert, aber zu korrekten Aussagen dieser Partei hartnäckig schweigt. [...]

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