Interview | 05.07.2018

Die Finanzmärkte zerstören den Euro – und die Politik schaut zu

Der Staatswissenschaftler, Ökonom und Makroskop-Autor Dirk Ehnts fordert – ähnlich wie Emanuel Macron – schon lange ein europäisches Finanzministerium und Eurobonds. Ein solches Ministerium könnte effektiv gegen die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union (EU) vorgehen und würde so dem derzeitigen Rechtsruck entgegenwirken, meint Ehnts.

Wenn sich nichts ändere, werden wir in Kürze die nächste Finanzkrise erleben, innerhalb derer Länder wie Griechenland aus dem Euro-Raum austreten werden. Ehnts warnt: Die zaghaften Schritte der Bundesregierung (wie ein Europäischer Währungsfond) werden nicht ausreichen. Insgesamt fahre Deutschland eine schlechte Strategie. Nur durch eine deutliche Verringerung der Exportüberschüsse – durch Deutschland Finanzkrisen am Fließband produziere – könne die Krise der EU überwunden werden.

Über diese Themen und darüber, wie eng modernes Geld mit den Wohlfahrtsstaaten verknüpft ist und warum Bitcoins keine Lösung sind, unterhält sich die Pressesprecherin der Europa-Universität Flensburg Kathrin Fischer mit Dirk Ehnts.

„Neoliberalismus ist gescheitert, die Rückkehr zur keynesianischen Politik ist notwendig.“

Zwölfte Folge der Reihe „Gespräche über den Zustand der Welt„.

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