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Genial daneben | 17.07.2018 (editiert am 19.07.2018)

„Lasst Staaten endlich pleitegehen!“

Die extreme Fixierung auf Schuldenschnitte von Staaten ist manisch. Sie zeigt, dass hier entweder radikale Ideologen am Werke sind oder – noch schlimmer – selbsterklärte Experten, die nicht wissen, was die Befolgung ihrer Empfehlungen anrichten würde.

In einem Gastbeitrag für die FAZ haben 14 deutsche und französische Ökonomen Stellung genommen zu den vor einigen Wochen in Meseberg, beim deutsch-französischen Gipfel beschlossenen Schritten hin zu einer Vertiefung der EWU (hier zu finden). Sie begrüßen grosso modo die Erklärung von Meseberg, fordern aber weitergehende Maßnahmen (hier der Artikel in der FAZ, den von deutscher Seite u.a. Marcel Fratzscher und Clemens Fuest unterschrieben haben). Die Ökonomen empfehlen, Tabus zu brechen, um die Eurozone zu stärken und dabei vor allem

„einen geordneten Schuldenschnitt von Staaten und die Verlustbeteiligung privater Gläubiger – ohne Automatismus – zu ermöglichen.“

Diese extreme Fixierung auf Schuldenschnitte von Staaten ist inzwischen nur noch manisch zu nennen. Sie zeigt, dass hier entweder radikale Ideologen am Werke sind oder – noch schlimmer – Leute, die sich für Experten halten, die aber überhaupt nicht wissen, von was sie reden und was sie anrichten, würden man ihren Empfehlungen folgen.

„Teufelskreis von Banken und Staat durchbrechen“

Die Ökonomen konkretisieren ihre Forderungen wie folgt:

„Allerdings fehlen drei wesentliche Elemente,

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