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Länder | 10.08.2018

Der Fall der türkischen Lira

Die wirtschaftliche Lage in der Türkei verschlechtert sich dramatisch, die Lira steht enorm unter Druck. Um aus eigener Kraft aus der Krise herauszufinden, wären unkonventionelle Wege nötig.

Wir haben vor einiger Zeit ausführlich zu den wirtschaftlichen Problemen der Türkei Stellung genommen (hier). Nun verschlechtert sich die Lage dort dramatisch, weil die türkische Lira weiter enorm unter Druck steht und seit Beginn des Jahres mehr als ein Drittel ihres Wertes gegenüber westlichen Währungen verloren hat. Allein heute kam es zu einem Kursrutsch von über zehn Prozent.

Angesichts der wirtschaftlichen Lage in der Türkei, der bisherigen Politik des Präsidenten, zunehmender politischer Spannungen des Landes mit den USA und einem sich deutlich abschwächenden weltwirtschaftlichen Umfeld, ist eine solche Spekulation gegen eine Währung einer „emerging economy“ nicht verwunderlich, aber die Dynamik ist sehr gefährlich.

Die Türkei muss versuchen, die weit über alle Fundamentaldaten hinausgehende Spekulation rasch zu stoppen, vor allem um zunehmende und erhebliche Schwierigkeiten bei den türkischen Unternehmen zu vermeiden, die in ausländischer Währung verschuldet sind. Nach Angaben der Financial Times geht es hierbei immerhin um eine Summe von über 300 Milliarden US-Dollar, das entspricht mehr als einem Drittel des nominalen BIP. [...]

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