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Digitalisierung | 24.08.2018 (editiert am 14.09.2018)

Digitale Monopole – eine Dystopie? – 2

Kontrolle ist der Informationstechnik wesensmäßig eingeschrieben. Doch nicht in den Algorithmen, sondern in der konkreten Gestalt der Systeme artikulieren sich Machtverhältnisse.

Hundertprozentige Monopole sind eher selten. Im Kartellrecht gibt es den Begriff der marktbeherrschenden Stellung. Dessen Anwendung wird mit einem zwischen den nationalen Gesetzen variierenden, bestimmten Anteil an dem betreffenden Markt begründet; wobei der genauen Abgrenzung des jeweiligen Marktes eine entscheidende Rolle zukommt.

Auch die sogenannten Big Four sind keine puren Monopole. Zweifelsohne aber kommen dreien von ihnen — Apple bildet einen etwas anders gelagerten Fall — jeweils in einem relevanten Markt eine solche Stellung in einem Maße zu, das die kartellrechtlichen Grenzen, die im aktuellen deutschen Recht bei 40 Prozent liegen, weit überschreitet. Für Microsoft, dem dabei vergessenen Spieler, gilt das sogar in noch höherem Maße.

Monopolstellungen gehen meist nicht auf einen singulären Faktor zurück, sondern auf das Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Einerseits von Skaleneffekten, das heißt, dem hinsichtlich vieler Produkte und einiger Dienstleistungen gegebenen Sachverhalt, dass die Stückkosten mit der ausgebrachten Menge fallen. Andererseits von Pfadabhängigkeiten, die darin bestehen, dass eine einmal erreichte beherrschende Stellung die Akkumulation von Ressourcen und die Entstehung einer Umwelt ermöglicht, die dabei helfen, [...]

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