Bild: istock.com/Christian Horz
Digitalisierung | 21.08.2018 (editiert am 14.09.2018)

Digitale Monopole – eine Dystopie?

Was machen digitalen Quasi-Monopole wie die Big Four und Microsoft aus? Und welche Rolle spielt darin die künstliche Intelligenz?

Nach jahrzehntelangem, allein durch libertäre Träume belebtem, Tiefschlaf erwacht in der Linken langsam eine Diskussion über die Telekommunikationsnetze und die darauf operierenden Dienste beziehungsweise die dafür erforderlichen Hardware- und Softwaresysteme.

Nachdem man sich in den 1990ern gehorsam dem neoliberalen Mainstream gefügt und von den mittlerweile völlig privatisierten Netzen nur noch die große Befreiung und letztliche Vereinigung der Menschheit erwartet hatte, kam zunächst mit den Enthüllungen durch Edward Snowden und dann wieder mit dem jüngsten Facebook-Skandal eine gewisse Ernüchterung auf. Wer, wie der Autor, diese Entwicklung schon vor Jahrzehnten kritisch kommentiert [Fischbach 1999a, 2005] und zudem noch vor den darin enthaltenen, neuen Dimensionen der Kontrolle gewarnt hatte [Fischbach 2007, 2009], galt insbesondere dem neuen linken Schick lange Zeit als unbelehrbarer Retrokommunist.

Seither bewegte sich die Debatte ein wenig weiter, wenn auch von einem Ende der Verwirrung nicht die Rede sein kann. Schon die Klärung der Frage, woraus die Macht der sogenannten digitalen Monopole resultiere, woher ihre gigantischen Profite kämen, und vor allem, wie ihnen Einhalt zu gebieten wäre, stößt auf Schwierigkeiten. Oft wird sie eingeengt auf die Big Four, [...]

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