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Genial daneben | 19.09.2018 (editiert am 21.09.2018)

Die „Investoren“ und die Türkei

Der Türkei werden von Seiten der Industrieländer die alten längst überholten Rezepturen verabreicht – weil man nicht wahrhaben will, was tagtäglich auf den Märkten dieser Welt mit den Währungen der emerging markets geschieht.

Am Beispiel der Türkei-Krise kann man wunderbar erkennen, auf welch dünner intellektueller Basis in Deutschland die sogenannten Wirtschaftswissenschaften betrieben werden. Fast alle Kommentatoren sind sich einig, dass nur die berühmten neoliberalen „Reformen“ das Land aus der Krise führen können. Einig ist man sich auch, dass die Regierung auf keinen Fall die „Investoren“ verschrecken dürfe.

Dieses Lied wird durchgängig auch von den wirtschaftswissenschaftlichen Instituten gesungen, die eigentlich vom Steuerzahler dafür bezahlt werden, etwas tiefer und etwas gründlicher zu bohren, als das der normale Journalist tut. Dass die bisherige Art der Berichterstattung unangemessen ist, habe ich an anderer Stelle gezeigt und ich will das hier nicht wiederholen (hier und hier und in der dort verlinkten Analyse).

Wenn man ein Modell hat …

Am einfachsten macht es sich das DIW, das in einer „Studie“ anhand von „Modellberechnungen“ (mit einem „Neu-Keynesianischen dynamisch-stochastischen Gleichgewichtsmodell“) zeigen will, wie die Türkei der Krise entkommen kann (hier). Doch leider sind die Berechnungen an Trivialität kaum noch zu überbieten und die Theorie dahinter ist lächerlich, [...]

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