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Digitalisierung | 07.09.2018 (editiert am 14.09.2018)

Digitale Monopole – eine Dystopie? – 3

In der Abhängigkeit ganzer Gesellschaften von Monopolisten der Daseinsfürsorge liegt eine große Gefahr. Verschärft wird sie durch den intrinsischen Zusammenhang von Information und Kontrolle.

Elon Musk glaubte, dass er mit dem elektrischen Antrieb den Google-Moment der Automobilindustrie getroffen hätte – also das, was für Microsoft das Internet gewesen war. Doch nun kämpft sein Startup Tesla zum wachsenden Ärger der Investoren [Waters 2018a] bis heute damit, eine zuverlässig und störungsfrei laufende Fertigung auf die Beine zu stellen und angekündigte Produktionsziele einzuhalten [Michaels 2018].

Und dies, obwohl mit dem Ersatz von Verbrennungsmotor und Getriebe durch den Elektromotor der bisher komplexeste Teil des Automobils sich deutlich vereinfacht hat. Die Automobilkonzerne, deren Strategie in letzten Jahrzehnten vor allem auf die Reduktion der Fertigungstiefe gerichtet war, haben selbst dafür gesorgt, dass es heute einen Markt gibt, auf dem man Konstruktions- und Fertigungsleistungen für alle Automobilkomponenten einkaufen kann. Doch dies alles zu einem glatt funktionierenden System zusammenzufügen, stellt, wie das Beispiel von Tesla zeigt, immer noch eine Kunst dar, in der den etablierten Herstellern so leicht niemand nachzueifern vermag. Anders gesagt: Die Hürde, die in der angesammelten Erfahrung der etablierten Spieler liegt, müssen auch Newcomer wie Musk auf traditionellen Gebieten überwinden.

Lust und Leid des Monopols

Damit sind Zusammenhänge angesprochen, [...]

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