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EU | 05.09.2018 (editiert am 20.09.2018)

Linke Eurofighter irren – Eine Replik

Die innereuropäischen Ungleichgewichte sind nicht ausschließlich durch die Lohnentwicklung bedingt, sondern auch durch das enorme Wachstumsdifferential zwischen Deutschland und Südeuropa.

Heiner Flassbeck hat Ende Juli auf MAKROSKOP das Euro-Kapitel meines Buchs „Der Weg zur Prosperität“ – es wurde in den „Blättern für deutsche und internationale Politik“ leicht gekürzt abgedruckt – scharf kritisiert. Insbesondere die Aussage, „die linken ‚Eurofighter’ wie Wolfgang Streeck und Heiner Flassbeck“ würden den Euro für die Ursache der Krise halten sowie den Satz „Das Fundament der Eurokrise ist nicht die Währungsunion ‚an sich’, sondern ihr neoliberal-finanzkapitalistisches ‚Design’“.

Das sei „mit Verlaub, a Schmarrn“, ich hätte „alles durcheinandergeschmissen“, etc. Es folgen vier Positionen, die ich Flassbeck unterstellt hätte, wie etwa, dass er ein Gegner des Euro sei oder dass der Euro an sich falsch wäre. Aber das hatte ich nicht behauptet, sondern lediglich, dass Flassbeck und andere Linke in wachsenden Maß den Euro für eine, wenn nicht die Hauptursache der europäischen Misere halten („Eurodesaster“). Deshalb sei eine geordnete Abwicklung der Währungsunion nötig, sofern sich nicht die deutsche Wirtschaftspolitik, insbesondere durch einen radikalen Kurswechsel in der Lohnpolitik ändere (dies sei aber nahezu ausgeschlossen).

In diesem Punkt unterscheiden sich unsere Positionen tatsächlich, da ich die Schaffung der Währungsunion für einen irreversiblen Prozess halte. [...]

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