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Steuern | 26.09.2018

Müssen die Unternehmen entlastet werden?

Die Forschungsabteilung der Deutschen Bank fordert eine Senkung der Unternehmenssteuern. Deutschland drohe „im Standortwettbewerb zurückzufallen“.

Die Forscher der Deutschen Bank warnen: „der internationale Zug der (…) Steuersenkungen“ fahre immer weiter. Doch in Deutschland spiele das Thema „seit Jahren nur die zweite Geige“.

Eine Senkung der Unternehmenssteuern ermögliche Unternehmen neue Investitionen und mache sie fit für den Wettlauf um Innovationen und Technologie. Die durch Steuersenkungen herbeigeführten Investitionen würden zudem zum Abbau des deutschen Leistungsbilanzüberschusses beitragen, so die Deutsche Bank. „Notwendige Reformen“ müssten „rasch angepackt werden“, drängt DB Research, denn „bei vollen Kassen des Staates sollten kurzfristige (…) Steuermindereinnahmen zu verkraften sein“ (hier).

Steuersenkungen führen nicht zwangsläufig zu Investitionen

Allerdings spielen entgegen der Behauptungen der Deutschen Bank Unternehmenssteuerreformen in Deutschland nicht die zweite Geige. Ganz im Gegenteil. Selbst im Papier der Deutschen Bank steht diese Klage neben einer Grafik, die belegt, dass die Unternehmenssteuern in Deutschland zwischen 2000 und 2018 fast um die Hälfte gesunken sind. Richtig ist nur, dass es seit 10 Jahren keine weiteren Senkungen mehr gab.

Zumal die zentrale These der Deutschen Bank, Steuersenkungen führten zu Investitionen und dadurch zu einem Abbau der Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands, [...]

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