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Kommentar | 13.09.2018

Spitzenforscher und ihr Verhältnis zur Wissenschaft

Gabriel Felbermayr wurde zum Präsidenten des IfW in Kiel berufen, weil man ihn für einen Spitzenforscher hält. Doch seine Forschungsergebnisse lassen erhebliche Zweifel an seiner wissenschaftlichen Qualifikation zu.

In Schleswig-Holstein freuen sich Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und seine Wissenschaftsministerin Karin Prien, dass Gabriel Felbermayr Anfang 2019 Präsident des in Kiel ansässigen Instituts für Weltwirtschaft (IfW) werden wird. Und selbstverständlich freut sich auch Felbermayr, dass er auserkoren wurde, Präsident des IfW zu werden. Die allseitige Freude beruht, so kann man einem Artikel der FAZ entnehmen, auf der allseitig geteilten Annahme, dass man mit einem Spitzenforscher an der Spitze „gemeinsam mit den Spitzenforschern, die schon in Kiel arbeiten“ spitzenmäßige, „politikrelevante Beiträge zur wissenschaftlichen Analyse der Globalisierung“ erwarten kann.

Mit Österreichern hat man im hohen Norden unserer Republik schon in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht. So hat der Wiener Fußballer Andreas Herzog schon in seiner ersten Saison zusammen mit seinem Trainer Otto Rehhagel Werder Bremen zur Bundesligameisterschaft geführt. Kann man auch von Felbermayr erwarten, dass er als Herzog des IfW seinem selbst gestellten Anspruch, „Kiel zu einem führenden Ort der weltwirtschaftlichen Forschung in Europa zu machen“, tatsächlich gerecht wird?

Die Verantwortlichen bei Werder wussten sicher nicht, [...]

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