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Amerika | 27.09.2018 (editiert am 05.12.2018)

US-Konjunktur: Euphorie und Risiken eskalieren

Amerikas Wirtschaft wächst weiter. Viele Beobachter setzen auf einen endlosen Boom. Doch nicht nur die finanzielle Lage vieler amerikanischer Haushalte ist angespannt. Beunruhigend ist auch die Verschuldungslage im US-Unternehmenssektor. Die macht sie für Finanzschocks verwundbar.

Amerikas Wirtschaft ist im zweiten Quartal dieses Jahres mit gut vier Prozent (Jahresrate) gewachsen. Im Frühjahr hat also eine deutliche Wachstumsbeschleunigung im Vergleich zu den Quartalen zuvor stattgefunden. Das recht schwache erste Quartal war anscheinend nur ein kurzzeitiges Phänomen, ein „blip“. Die bis dahin in der Tendenz eher nachlassende Dynamik hat sich jedenfalls kurzfristig nochmals umgekehrt.

Die Betonung liegt allerdings auf kurzfristig. Amerikas Wirtschaft befindet sich in der Spätphase eines mittlerweile sehr langen Konjunkturaufschwungs. Sowohl binnenwirtschaftlich als auch weltwirtschaftlich sind zunehmende Widersprüche und Spannungen auszumachen. Die damit verbundenen Risiken scheinen zu eskalieren. Die Aussichten auf einen guten Ausgang der laufenden Entwicklungen nehmen entsprechend weiter ab. Ihre genaue Form ist zwar noch nicht klar auszumachen, und auch der Auslöser bleibt ungewiss, aber die nächste Krise steht vor der Tür. Der Euphorie vieler Beobachter steht das allerdings nicht im Wege.

Das Bureau of Economic Analysis hat Ende August die zweite Schätzung für das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal veröffentlicht, zusammen mit Revisionen früherer Jahre, [...]

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