Bild: Gillamoos 2018 via flickr / CC BY-NC-SA 2.0
Landtagswahl in Bayern | 16.10.2018 (editiert am 24.10.2018)

Der rasante Absturz der SPD

Die Landtagswahl in Bayern war ein Sieg des rechten Lagers. Links profitierten die Grünen vor allem von dem Niedergang der SPD, die ihren Status als Arbeiterpartei endgültig verloren hat.

Diejenigen, die der CSU bei den bayerischen Landtagswahlen ein desaströses Ergebnis bescheinigen, irren sich. Angesichts der Konflikte in der Berliner Koalition und den irrlichternden Eskapaden von Horst Seehofer hat die CSU überraschend gut abgeschnitten. Sie konnte gegenüber den letzten Umfragen vor der Wahl (33 Prozent) aufholen und immerhin noch 37,2 Prozent erreichen.

Um das Ergebnis besser analysieren zu können, müssen die Veränderungen und Verschiebungen der politischen Kräfteverhältnisse bei den absoluten Zahlen der abgegebenen Stimmen (2 je Wähler) analysiert werden. Von den beiden großen Verlierern CSU und SPD, verliert die CSU „nur“ 11,7 Prozent ihrer Wähler, die SPD dagegen 54 Prozent. Dabei verliert die SPD nahezu überall, regional und nach sozialen Gruppen mindestens die Hälfte ihrer Wähler.

Wählerwanderungen

Die fatale Lage der SPD wird verständlich, wenn wir ihre Verluste an andere Parteien bilanzieren. Sie verliert 210.000 Wählerinnen und Wähler an die Grünen und 100.000 an die CSU, 70.000 an die Freien Wähler (FW) und 30.000 an die AfD. Die letzte Zahl wirkt schon fast beruhigend. [...]

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