istock.com/gopixa
Italien | 10.10.2018

Droht Italien eine „Schuldenkrise“?

Die Märkte reagieren auf die Verschlechterung der Bonität des italienischen Staates mit entsprechenden Risikoaufschlägen? Nein, die Märkte haben ihre Einschätzung eines Austritts Italiens aus der EWU revidiert.

Wie die folgende Grafik belegt, kann kein Zweifel daran bestehen, dass die Renditen auf 10-jährige italienischen Staatsanleihen gegenüber denen anderer EURO-Länder die letzten Monate stark angestiegen sind.

Die Differenz zu den Renditen deutscher Staatspapiere, der sogenannte Spread, beträgt inzwischen sogar 3 %.

Welche Probleme sind mit den steigenden Renditen verbunden und was sind ihre Ursachen?

Wirkliche Probleme

Nicht zu bestreiten ist, dass alle, die italienische Staatsanleihen halten, von dieser Entwicklung negativ betroffen sind. Denn die steigende Rendite ist Ausdruck der Tatsache, dass die Preise für italienische Staatsanleihen fallen. Alle, die italienische Staatsanleihen halten, werden Buchverluste erleiden, was letztlich ihr Eigenkapital reduziert.

Da 20% der Aktiva italienischer Banken laut einer Studie der Bank für internationalen Zahlungsausgleich Schuldtitel des italienischen Staates ausmachen, ist es nicht verwunderlich, dass der Index für italienische Banken südwärts geht.

Eine italienische Bankenkrise ist je nach dem wie sich die EZB verhält, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden