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Debatte | 11.10.2018

Modern Monetary Theory und der externe Sektor

Exporte entziehen einer Nation reale Ressourcen. Importe dagegen ermöglichen den Gebrauch von Wirtschaftsgütern, die nicht mit eigenen Ressourcen produziert wurden. Echte Dinge zu verschenken, sind Kosten. Echte Dinge zu bekommen, ist ein Vorteil.

Diesen Beitrag habe ich für den MAKROSKOP-Kongress in Würzburg am 13. Oktober 2018 verfasst. Das Panel, an dem ich beteiligt bin, konzentriert sich auf Außenhandels- und Währungsfragen. Ich möchte im Folgenden die Argumente, die ich dort vortragen werde, etwas ausführlicher darstellen.

Worüber wir uns einigen können

Es gibt inzwischen einen weitgehenden Konsens unter denjenigen, die sich mit geldtheoretischen Fragestellungen auseinandergesetzt haben, der sich wie folgt zusammenfassen lässt:

1. Es besteht ein grundlegender Unterschied zwischen dem Staat als dem „Produzenten der Währung“ und den „Nutzern der Währung“. Der Staat unterliegt als Produzent, anders als die Nutzer einer Währung, keinen budgetären Beschränkungen. Das heißt, dass ein Staat mit einer souveränen Währung alles kaufen kann, was in der von ihr emittierten Währung zum Verkauf steht. Er kann damit auch alle „ungenutzten“ Arbeitskräfte einer Beschäftigung zuführen. Arbeitslosigkeit ist in diesem Sinne immer eine politische Entscheidung und nicht etwa das Ergebnis objektiv wirkender „Marktkräfte“.

2. Ein Staat muss keine Einnahmen, [...]

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