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Grundlagen | 31.10.2018

Refinanzierung der Banken – wie funktioniert das?

Häufig hört man, Banken würden sich über den Interbankenmarkt, die Zentralbank oder auch Spar- oder Kundeneinlagen „refinanzieren“. Wenn es jedoch richtig ist, dass Kredite aus dem Nichts geschöpft werden, müssen solche Aussagen falsch sein.

Zunächst gilt festzuhalten, dass wir ein zweistufiges Geldsystem haben. Während Haushalte und Unternehmen ihre Konten bei Geschäftsbanken führen, führen diese ihre Konten bei ihrer Zentralbank. Die Guthaben der Geschäftsbanken auf ihrem Konto der Zentralbank sind Zentralbankgeld – auch Reserven genannt – und die von Haushalten und Unternehmen auf dem Konto einer Geschäftsbank Giralgeld.

Letzteres stellt ein Versprechen auf Bargeld dar. Aufgrund dieses Versprechens akzeptieren wir Giralgeld als Zahlungsmittel für Güter und Dienstleistungen. Ein Euro auf dem Girokonto muss in ein Euro Bargeld einzulösen sein, zumindest theoretisch. An Bargeld kommen Geschäftsbanken im Austausch mit Zentralbankgeld. Zentralbankgeld können sie sich von der Zentralbank oder anderen Geschäftsbanken gegen Sicherheiten leihen. Sie erhalten aber Zentralbankgeld immer auch dann, wenn der Staat Geld ausgibt. Nicht alle Zentralbankguthaben sind also rückzahlbar und mit Sicherheiten zu unterlegen.

Müssen also Bankkredite refinanziert werden?

Bankkredite an Haushalte und Unternehmen sind mit zwei Buchungen verbunden. Sie bucht gleichzeitig eine Forderung gegenüber dem Kreditnehmer und auf dessen Girokonten eine Verbindlichkeit, [...]

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