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Europa | 08.10.2018 (editiert am 10.10.2018)

Warum die Zinsen niedrig sind und Italien Unterstützung braucht

Der politische Hintergrund der extrem niedrigen Zinsen in Europa wird immer noch beiseite geschoben. Doch wer jetzt nicht erkennt, dass man Italien unterstützen muss, fördert den Nationalismus hier wie dort.

Die FAZ hat vor einiger Zeit ein Stück gebracht, in dem sie zu erklären versucht, warum die Zinsen so niedrig sind und sich auch so wenig bewegen. Interessant ist in dem Stück eine Graphik, in der gezeigt wird, dass in Großbritannien, wo es auch vor den Kriegen keine Hyperinflation gab, der Leitzins heute niedriger und stabiler als jemals in den letzten 150 Jahren ist.

Die Graphik zeigt auch, dass die Zinsen in England von 1878 bis zum Ende des zweiten Weltkrieges in der Regel sehr niedrig waren und auch nur in relativ geringem Umfang (mehr oder weniger zwischen 2 und 6 Prozent) von der Notenbank geändert wurden. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg – und eigentlich erst nach 1970 – begann (auf der ganzen Welt) eine Phase, in der die Zinsen deutlich nach oben gingen und auch heftig schwankten.

Von der Inflation zur Deflation

Letzteres ist natürlich die Periode, in der es auf der ganzen Welt im Gefolge von Vollbeschäftigung und den Ölpreisschocks zu einer deutlichen Inflationierung kam und zudem die meisten Notenbanken der Welt versuchten, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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