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Entwicklungspolitik | 23.10.2018 (editiert am 13.12.2018)

Warum Schwellenländer nicht auf das «Vertrauen der Märkte» setzen können

Um Finanzkrisen in Schwellenländern zu bekämpfen, wird seit Jahrzehnten das gleiche Rezept verabreicht: Kapitalmärkte öffnen, Staatsschulden reduzieren und Zinsen erhöhen – erfolglos. Ein Umdenken ist nicht in Sicht, wie die Beispiele Türkei und Argentinien zeigen.

Die wirtschaftliche Krise in der Türkei spitzt sich zu (wir hatten bereits hier und hier berichtet). Innerhalb nicht einmal eines Jahres ist die türkische Lira gegenüber dem Dollar um etwa 40 Prozent abgesackt, die Inflation schoss im August auf über 17 Prozent. Die türkische Zentralbank reagierte und erhöhte den Leitzins Mitte September auf 24 Prozent.

Das Problem mit der Verschuldung in Fremdwährung

Im August schrieb die Zeitung «Finanz und Wirtschaft», dass nur ein Drittel der 120 Milliarden Dollar Schulden der türkischen Banken tatsächlich durch entsprechende Devisen gedeckt sei. Türkische Firmen haben sich ebenfalls in hohem Maße in ausländischen Währungen verschuldet.[1]

Im Dunkeln bleibt, wieso sich Banken und Firmen so hoch in einer ausländischen Währung verschulden. Und warum das in hohem Maße auch immer wieder Staaten wie Argentinien oder private Haushalte (wie in Ungarn) im Allgemeinen tun – haben sie doch über die Fremdwährung keine Kontrolle.

Weshalb Schulden in Fremdwährungen problematisch sein können, [...]

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