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Länder | 02.11.2018

Die wirtschaftliche Lage in Bulgarien und Rumänien – 2

Für die Wirtschaftspolitik in den meisten Ländern Osteuropas zählt nur der Markt. Das kann aber nicht funktionieren in einer Welt, in der die Voraussetzungen selbst für die traditionelle makroökonomische Steuerung nicht mehr existieren.

Wie wenig die beiden osteuropäischen Länder, die wir in den Fokus genommen haben, mit westlichen Ländern zu vergleichen sind, zeigt sich bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit sehr klar (Abbildung 1). Nach der großen Krise von 2008/2009 steigt in Rumänien die Arbeitslosigkeitslosenquote fast nicht an. In Bulgarien steigt sie zwar deutlich, sinkt aber trotz schwacher wirtschaftlicher Entwicklung nach 2013 in erstaunlichem Tempo fast auf das relativ niedrige rumänische Niveau.

Abbildung 1

Für Rumänien kann das nur heißen, dass entstehende Arbeitslosigkeit gar nicht als solche erfasst wird bzw. die Abwanderung von Arbeitskräften so schnell geht, dass sich trotz bedeutsamer Produktionsrückgänge die Arbeitskräfte nicht als arbeitslos im Inland melden. Im Fall Bulgariens hat es in den letzten Jahren vermutlich erhebliche Abwanderungseffekte gegeben, die dafür gesorgt haben, dass sich die offiziell gemessene Unterbeschäftigung in Grenzen hielt.

Keine Wirtschaftspolitik ist auch eine

Wirtschaftspolitisch verhalten sich beide Länder unauffällig, obwohl die eklatante Wachstumsschwäche genug Anlass zum Handeln gäbe. [...]

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