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Debatte | 21.11.2018 (editiert am 23.11.2018)

Im Nirgendwo zwischen Geld- und Tauschwirtschaft

Joachim Nanninga hat die MMT fundamental kritisiert und für „sprachliche Nüchternheit“ plädiert. Sprachliche Präzision dagegen zeigt, dass er essentielle Unterschiede zwischen Geld- und Tauschwirtschaften nicht angemessen würdigt.

Eine Auseinandersetzung mit der „Modern Monetary Theory“ (MMT) lohnt, weil es sich bei ihr um eine Weiterentwicklung einer realistischen Makrökonomik auf der Basis der Arbeiten von Ökonomen wie u.a. John Maynard Keynes, Michal Kalecki und Abba Lerner handelt. Wir haben daher seit geraumer Zeit eine Debatte über verschiedene Aspekte dieser Theorie – vor allem ihrer geldtheoretischen Fundierung – geführt.

In seinem letzten Beitrag hat unser geschätzter Autor Joachim Nanninga diese Debatte fortgeführt und mit Bezug auf eine Aussage Thomas Fazis – die ökologische Transformation sei aufgrund der Geldschöpfungsfähigkeit des Staates völlig unproblematisch „refinanzierbar“ – den folgenden Vorwurf formuliert:

„Der Bevölkerung einen […] Weg vorzugaukeln, der sie von Belastungen grundsätzlich freihält (Geld aus dem Nichts, Steuern technisch nicht notwendig) ist so unglaubwürdig wie unredlich.“

Gegenstand der Kritik

Vorgeworfen wird der MMT dreierlei:

  1. Eine mangelnde Unterscheidung zwischen Geld- und Sachvermögen.
  2. Eine Sprache, die die Vermittlung makroökonomischer Zusammenhänge behindert.
  3. Falsche Vorstellungen über die mit der „Geldschöpfung“ verbundenen Voraussetzungen und Effekte.
  4. [...]

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