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Italien | 06.11.2018

Zwischen Zusammenbruch und Widerspruch

Passend zu Halloween lancieren die Medien Horrorgeschichten über die Zukunft Italiens, sollte das Land sich nicht dem Brüsseler Spardiktat beugen. Eine Story bar jeglicher logischer und gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge liefern dabei zwei „Top-Ökonomen“.

An Halloween ist es Brauch, sich Gruselgeschichten oder -filme zu Gemüte zu führen. Passend zum diesjährigen Fest verbreitete nun Die Welt unter fadenscheinigen Argumenten einen „Nachweis“ dafür, dass die geplanten Staatsausgaben der italienischen Regierung zum wirtschaftlichen Niedergang führen werde. Italien – das Schreckgespenst, das an die Türen der EU-Kommission klopft und um Süßigkeiten bittet. Doch die Kommissare geben sich unnachgiebig. Sparen, so lautet das Motto der Stunde.

Bei dem Welt-Artikel handelt es sich um „eine gekürzte und übersetzte Fassung [des] Aufsatzes [der beiden Top-Ökonomen Jeromin Zettelmeyer und Olivier Blanchard] „The Italian Budget: A Case of Contractionary Fiscal Expansion?” Gekürzt und im Ton sogar stark verändert wurde die Fassung recht zu Beginn des Artikels. Nach einer kurzen Einleitung über den italienischen Schuldenstand (über 130 Prozent des BIP) und den Clinch der Regierung mit der Kommission heißt es:

„Eine schuldenfinanzierte Haushaltsexpansion hat zwei Effekte: Erstens steigen die Staatsausgaben und die verfügbaren Einkommen privater Haushalte – durch höhere Sozialausgaben oder niedrigere Steuern.

[...]

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