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Amerika | 06.11.2018 (editiert am 12.11.2018)

Republikanische Schulden und (sozial)demokratische Vorurteile

Die Schuldenfrage ist schon lange die Schicksalsfrage der Sozialdemokraten hierzulande. Auch die amerikanischen Demokraten waren immer wieder gute Schuldenbekämpfer. Ganz anders die Republikaner, sie genießen einen free lunch, den es gar nicht gibt.

Welch eine Zahl! Im Fiskaljahr 2017/2018 sind die Schulden des amerikanischen Staates um sage und schreibe 780 Milliarden US-Dollar gestiegen. Während hierzulande fast alle Parteien die schwarze Null feiern und die Regierung in Wirklichkeit die staatlichen Schulden deutlich abbaut, ist die staatliche Verschuldung im amerikanischen Midterm-Wahlkampf nur ein Randthema und Trump genießt in vollen Zügen den „free lunch“, den es ja eigentlich nicht geben kann.

Für die Neue Zürcher Zeitung (NZZ), die selbstverständlich in traditionellen europäischen Kategorien denkt und schreibt, wird Trumps Glaube an den free lunch, also an Geld, das nichts kostet, verheerende Folgen für die USA haben. Früher oder später müsse auch die größte Volkswirtschaft der Erde, so die Erwartung, an diesen Schulden und dem ungeheuerlichen Zinsdienst, den sie mit sich bringen, in die Knie gehen. 400 Milliarden müssten 2019 allein für den Schuldendienst ausgegeben werden, eine Belastung, so die NZZ, die eigentlich jeden Politiker sofort zu einem Umdenken bringen müsste.

Zwar ist die amerikanische Volkswirtschaft so groß, [...]

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