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Wissenschaft | 12.11.2018 (editiert am 19.11.2018)

Was Forschungsstudien (nicht) belegen

Analysen von Forschungsinstituten werden häufig sowohl auf theoretischer als auch empirischer Basis kritisiert. Doch um was geht es dabei genau? Zur Wichtigkeit grundlegender Theorien und Logiken.

Wenn Forschungsinstitute aus Kiel oder München mal wieder mit irgendwelchen Studien irgendwas belegen wollen, werden oftmals auf „wissenschaftlicher Basis“ Nebelkerzen geworfen. Zuletzt hat sich das ifo-Institut mit einer Forschungsarbeit hervorgetan, die an keiner vernünftigen Universität der Welt für die Note „mangelhaft“ in einem Statistik-Grundkurs ausreichen würde.

In der „Studie“ Exportieren Länder mit Leistungsbilanzüberschüssen Arbeitslosigkeit? von Martin Braml, Gabriel Felbermayr und Lucia Wilbert wird mit ganz simplen Regressionsmodellen gearbeitet, die allerdings theoretisch und operativ komplett am Thema vorbeigehen (Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker haben sich auf Makroskop dazu bereits geäußert). Dieser Artikel soll deshalb auf grundlegende Probleme und Implikationen solch häufig verwendeter Methoden eingehen und verständlich machen, was da überhaupt passiert. Selbst wenn statistische Begriffe anspruchsvoll und wissenschaftlich klingen mögen, so ist die dahinterstehende Arbeit im Prinzip keine Hexenkunst und recht leicht zu verstehen.

Korrelation und Kausalität

Zunächst einmal gibt es in der ifo-Studie einen Satz, bei dem die Autoren ausnahmsweise richtig liegen. Zu Beginn stellen sie klar, [...]

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