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Genial daneben | 22.11.2018 (editiert am 23.11.2018)

Wer destabilisiert die Finanzmärkte wirklich?

Kurt Schiltknecht, einst Chefökonom der Schweizer Nationalbank, hat dieser seine Meinung gegeigt, und damit seine Limiten aufgezeigt: Wer die Wirtschaft im Kaffeesatz der Finanzmärkte zu lesen versucht, übersieht das Wesentliche.

„Houston, wir haben ein Problem“: Die Welt erstickt im Geld und dennoch wird kaum investiert. Das einzige, was noch munter wächst, ist der immer weiter ausufernde globale Finanzmarkt, der sich längst zum Master of the Universe aufgeschwungen hat. Regierungen sind Wachs in seinen Händen. Da liegt es nahe, in den Finanzmärkten die Wurzeln all dieser Übel zu sehen und die Wächter der Finanzmärkte, die Zentralbanken, aufzufordern, endlich etwas zu tun.

Genau das hat auch Kurt Schiltknecht kürzlich in der NZZ gefordert: Die Nationalbank soll die Zinsen steigen lassen, „wenn nicht jetzt, wann dann?“ Dass damit der Franken gestärkt und die Exportwirtschaft geschwächt werden könne, sei als das kleinere Übel hinzunehmen. Die Theorie, mit der dies begründet wird, ist nicht nur unter Neoliberalen sondern auch unter vielen Linken und Grünen schon fast Allgemeingut. Deshalb lohnt es sich, darauf näher einzugehen.

Schiltknecht geht davon aus, dass die Wirtschaft von den Kapitalmärkten gesteuert wird, und dass die Zentralbanken dabei die entscheidende Rolle spielen. [...]

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