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Länder | 21.12.2018 (editiert am 09.01.2019)

Der palästinensisch-jüdische Ursprung des christlichen Weihnachtsfests

Am 25. und 26. Dezember feiert die westliche Welt die Geburt eines Juden im palästinensischen Bethlehem. Dabei bekommt die Geburt Jesu vor dem Nahost-Konflikt eine ganz neue politische Bedeutung.

Es scheint so, als würde in den kommenden Tagen das Land ein wenig zur Ruhe kommen – Weihnachtszeit und Jahreswechsel gelten als Zeit der Reflektion. Im Fernsehen folgt ein Jahresrückblick dem nächsten. Wie auch die Mahnungen von Politikern und Wirtschaftsvertretern: wie schwierig die Zeiten seien und was nicht alles getan werden müsse, um sich den neuen Herausforderungen zu stellen.

Dabei lautet die Devise stets „reagieren statt agieren“, verhindert TINA doch ohnehin einen grundlegenden wirtschaftspolitischen Spurwechsel. Sicher aber werden „unsere Werte“ beschworen, wird die „Besorgnis“ über die „zunehmende Spaltung der Gesellschaft“ oder den Klimawandel geäußert. So ist eine Grundvoraussetzung für ein ruhiges Weihnachts- und Silvesterfest wohl, dass der Fernseher ausgeschaltet bleibt. Es lohnt allerdings, kurz über das nachzudenken, was wir feiern, wenn in diesen Tagen die Menschen wieder in die Kirchen strömen.

„Zu Bethlehem geboren, ist uns ein Kindelein.“ Das sind die ersten Worte eines des bekanntesten und vielleicht schönsten deutschen Weihnachtsliedes. Wahrscheinlich ohne es bewusst wahrzunehmen, begeben wir uns somit an Weihnachten auf eine Pilgerreise nach Palästina. [...]

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