Olivier Ortelpa via flickr / CC BY 2.0
Aufgelesen | 11.12.2018 (editiert am 14.12.2018)

„Die Lage ist furchteinflößend“

Anhaltende Proteste quer durch Frankreich, ein großer Auftritt von Matteo Salvini in Rom und die Brexit-Abstimmung in London – Anlass genug für viele wirklich Reiche, sich zu schrecken.

Vorwort der Redaktion:

Hans-Peter Martin, Mitautor des Bestsellers „Die Globalisierungsfalle“, hat mit „Game Over“ ein Buch nachgereicht, das den Finger fest in die Wunde der liberalen Gesellschaft drückt. Was Martin in packender und lebendiger Sprache beschreibt, tangiert nicht zuletzt die selten beleuchtete Wechselseitigkeit von politischem und ökonomischem Liberalismus. Der Untertitel ist Programm: „Wohlstand für wenige, Demokratie für Niemand, Nationalismus für alle“ sind die Konsequenzen eines politischen Systems, das im politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Outsourcing seinen letzten ideellen Zweck erkennt und den Staat zunehmend auf Nachtwächterfunktionen beschränkt.

„Die liberale Demokratie hat versagt“ – deutlicher als Martin kann man es nicht schreiben. Eine Gegenwartsdiagnostik, von den Leitmedien meist verdrängt, für uns eine Leseempfehlung. 

 

Die globale Titanic

GMO ist keine imposante Aktiengesellschaft wie Prudential Financial, sondern ein privates Unternehmen, gegründet von Jeremy Grantham. Das Leitbild für die 550 Beschäftigten ist unmissverständlich: »Unser einziges Geschäft ist das Managen von Investitionen mit dem Ziel, überdurchschnittliche Erträge zu erzielen und unsere Kunden zu beraten.« Wie und wo die Milliarden investiert werden, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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