Massachusetts Institute of Technology, Justin Jensen via flickr/CC BY 2.0
Theorie | 11.12.2018 (editiert am 07.01.2019)

Die Lehrbuchweisheiten der Neoklassik – 1

Lehrbücher beanspruchen für sich, gesichertes Wissen zu vermitteln. Ein Blick in eines der weltweit verbreitetsten Ökonomie-Lehrbücher zeigt aber, dass dies für die Disziplin der Volkswirtschaftslehre nicht ganz zutrifft.

Oft schon wurde der Wunsch von Lesern geäußert, nach all den Kritiken an neoklassischen Positionen doch einmal in einer Übersicht zusammenzufassen, worin sich unsere Theorie vom Mainstream unterscheidet. Eine Reihe wichtiger Theorieelemente, die im Gegensatz zur Auffassung des ökonomischen Mainstream stehen, hat Michael Paetz hier aufgeführt.

An dieser Stelle soll etwas anders verfahren werden: Oft wird den Kritikern der herrschenden Lehre vorgeworfen, ein Zerrbild der traditionellen Theorie zu zeichnen und gegen einen „Strohmann“ zu kämpfen. Schließlich seien die Mainstream-Auffassungen in Wahrheit viel differenzierter. Daher wird im Folgenden aus einem der weltweit verbreitetsten Ökonomie-Lehrbücher der Gegenwart – N. Gregory Mankiws „Makroökonomik“ – zitiert, um dann eine Kritik auf Basis alternativer Positionen vorzunehmen, wie sie etwa von der „Modern Monetary Theory“ oder auch der postkeynesianischen Theorie vertreten werden.

Zu Recht weist der Schäffer-Poeschel Verlag, Herausgeber der deutschen Übersetzung des Lehrbuch-Bestsellers von Mankiw, darauf hin, dass dieses Buch „weltweit an Hunderten von Hochschulen verwendet“ wird. Grundlage der folgenden Untersuchung ist die 6. Auflage von „Makroökonomik“ (englischer Originaltitel: „Macroeconomics“) aus dem Jahr 2011. [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden