Alberto Martín via flickr / CC BY-NC 2.0
Aufgelesen | 12.12.2018

Die Politische Ökonomie des Populismus

Philip Manows neues Buch ist Analyse und Streitschrift zugleich. Und die liefert eine überzeugende Erklärung für die eigentümliche Nord-Süd-Spaltung der europäischen Erscheinungsformen des Populismus.

Für das politische Buch in deutscher Sprache war 2018 ein gutes Jahr. Andreas Nölkes „Linkspopulär“, Michael Brönings „Lob der Nation“, Nils Heisterhagens „Die liberale Illusion“ und „Gescheiterte Globalisierung“ von Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt – das war eine bemerkenswerte Häufung starker Bücher, die nicht nur wertvolle Analyse leisten, sondern auch politische Orientierung geben wollen. Rechtzeitig zum Jahresende kommt nun ein weiteres must read auf den Büchermarkt: Philip Manows „Die Politische Ökonomie des Populismus“ (edition suhrkamp, 177 Seiten, 16,- Euro).

Auch dieses Buch ist Analyse und Streitschrift zugleich. Die wissenschaftliche Analyse steht klar im Vordergrund. Man merkt dem Autor gleichwohl an, dass sich in ihm neben politikwissenschaftlichem Interesse Wut aufgestaut hat. Genau das macht die Lektüre zu einer nicht nur lehrreichen, sondern auch fesselnden und kurzweiligen Angelegenheit. Als selbstgerecht, elitär, interessengleitet und zudem kontraproduktiv empfindet der Autor den gängigen Umgang mit dem, was gemeinhin als „Populismus“ zusammenfasst wird. Aber hören wir Manow selbst:

„Bei den Diskussionen, die momentan unter dem Oberbegriff ‚Populismus‘ geführt werden, gewinnt man mitunter den Eindruck,

[...]

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