Amerika | 06.12.2018 (editiert am 10.12.2018)

US-Konjunktur: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Mit 3,5 Prozent Wachstum blieb die Wirtschaftsleistung der USA im dritten Quartal weiterhin stark. Aber wie lange noch? Selbst an den Finanzmärkten herrscht nicht mehr blinde Euphorie.

Amerikas Wirtschaftspolitik bleibt binnenwirtschaftlich so widersprüchlich, wie sie außenwirtschaftlich an diversen Fronten auf Konfliktkurs steht. Selbst an den Finanzmärkten herrscht mittlerweile nicht mehr blinde Euphorie; Nervosität ist eingekehrt. Zumal die Federal Reserve noch in diesem Jahr einen weiteren Zinsschritt unternehmen wird.

Nach der zweiten Schätzung des Bureau of Economic Analysis (BEA) ist Amerikas Wirtschaft im dritten Quartal dieses Jahres mit 3,5 Prozent (Jahresrate) noch einmal gewachsen. Doch damit dürfte der Höhepunkt der durch die Steuersenkung kurzfristig beschleunigten Spätkonjunktur überschritten sein. Offen bleibt, ob es in den nächsten Quartalen bei einer nur leichten Abkühlung bleibt oder ob im nächsten Jahr womöglich Schlimmeres droht.

Wachstumsbeiträge unterschiedlicher BIP-Komponenten

Wie gewöhnlich lieferte der private Konsum im dritten Quartal wieder den Bärenanteil des Wachstums. Dabei verlangsamte sich das Wachstum der Ausgaben für dauerhafte Konsumgüter, die im 2. Quartal mit 8,6 Prozent (Jahresrate im Vergleich zum Vorquartal) gewachsen waren, deutlich auf 3,9 Prozent. Die Ausgaben für nicht dauerhafte Güter und für Dienstleistungen wuchsen dagegen mit rund fünf beziehungsweise drei Prozent in etwa im selben Tempo wie zuvor. [...]

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