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Ökologie | 18.12.2018 (editiert am 07.01.2019)

Wie soziale Ungleichheit nachhaltige Entwicklung verhindert

Die Revolte der Gelbwesten zeigt: Verteilungsgerechtigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für die Durchsetzbarkeit von Umweltschutzmaßnahmen. Der entfesselte Kapitalismus mit seiner grotesken Ungleichheit muss hier scheitern.

»Ökonomie« bedeutet im eigentlichen Wortsinn »Haushaltung«, vernünftiges »haushalten« bedeutet, sparsam mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen und sie sinnvoll, rational und rationell einzusetzen. Anders formuliert: Die Bedürfnisse der Gesellschaft müssen mit dem geringstmöglichen Ressourcenverbrauch befriedigt werden. In jedem VWL-Lehrbuch wird dies als oberstes Ziel der Marktwirtschaft beschrieben.

»Entwickeln« bedeutet laut Duden „in einem Prozess fortlaufend in eine neue bessere Phase treten“. Von ökonomischer Entwicklung können wir folglich sprechen, wenn wir fortwährend besser darin werden, Ressourcen einzusparen und Ökosystemdienstleistungen aufrecht zu erhalten, ohne dadurch einen Mangel an Gütern und Dienstleistungen zu erleiden.

Doch davon sind wir meilenweit entfernt. Die vom Neoliberalismus zerfurchten Industriestaaten entwickeln sich nach dieser Definition ökonomisch nicht. Es ist eine evidente Tatsache, dass ein auch nur einigermaßen sinnvoller Einsatz der gemeinsamen Ressourcen mit dem neoliberal entfesselten Kapitalismus völlig unvereinbar geworden ist. In Anbetracht dessen ist es beinahe eine Anmaßung, das neoliberale System überhaupt als »Ökonomie« zu bezeichnen.

Vielmehr ist es ein System der »ungeheuren Warensammlung« (Marx), deren Gegenbuchung – Ressourceneinsatz, -verbrauch und -zerstörung – gänzlich ausgeblendet wird. [...]

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