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Verkehrswende | 23.01.2019 (editiert am 07.02.2019)

Der Motor stottert

Innovation ist nicht alles. Sie muss zu effizienter Technik führen, die in großem Maßstab umgesetzt wird. Doch Durchbrüche, die unsere Verkehrsstruktur grundlegend verändern könnten, stehen noch aus.

Dass man mit diversen Sharing-Modellen, wenn sie nur irgendwie »post-fossil sind und intelligent vernetzt« werden, die ökologischen Probleme des Verkehrs lösen könnte, ist eine groteske Fehleinschätzung. Im Gegenteil – es ist das Rezept für ein ökonomisches und ökologisches Fiasko.

Durchbrüche, die das Lagebild grundlegend veränderten, stehen derzeit noch aus. Der effektivste Ansatz, um die noch weitgehend ungelöste Frage der ungleichmäßig anfallenden Energie aus erneuerbaren Quellen in den Griff zu bekommen, besteht zunächst darin, die Aufgabe von vornherein zu verkleinern. Nämlich, sofern es um den Verkehr geht, solchen möglichst zu vermeiden. Wo das nicht geht, muss auf Fortbewegungsweisen umgestiegen werden, die wesentlich wirtschaftlicher mit Energie und Material umgehen als der Automobilverkehr. Zu diesen gehört vor allem der schienengebundene, elektrisch angetriebene öffentliche Verkehr.

Ein solcher Umstieg hätte nicht nur den Vorzug, Emissionen auf einfachere Weise und umfassender zu vermeiden als durch die Elektrifizierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV), sondern könnte auch die städtischen Räume den Menschen wieder zurückzugeben. Dies wird Investitionen erfordern, die jedoch deutlich geringer sein dürften als die Pufferung von Strom für die heutigen Muster des Energieverbrauchs. [...]

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