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Finanzsystem | 30.01.2019 (editiert am 21.02.2019)

Nicht jeder Werner ist von Sinnen

Sind Zinsen ein Marktergebnis oder – wie Paul Steinhardt meint – das Werk von Zentralbanken? Eine Duplik.

Paul Steinhardt bringt seine These im Titel seiner Replik schnell auf den Punkt: „Zinsen sind kein Marktergebnis“. Stattdessen verhält es sich laut Steinhardt so:

„Das kurzfristige Zinsniveau wird von den Zentralbanken mit dem Leitzins gesetzt und die langfristigen Zinsen werden weitgehend von Zentralbanken bestimmt.“

Steinhardt schildert diesen Vorgang für den Fall der Schweiz so:

[Die SNB] hat „Devisen gekauft, beziehungsweise „quantitatives Easing“ betrieben, um eine Abwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem US-Dollar oder dem Euro zu bewirken.“

Einverstanden. Nun braucht aber die SNB jemanden, der ihr diese Devisen verkaufen, beziehungsweise sie gegen Guthaben bei der SNB tauschen will. Dazu Steinhardt:

„Sie verkaufen aber z.B. Staatsanleihen nur dann, wenn der Gewinn aus ihrem Verkauf jetzt höher ist, als er es wäre, wenn sie es bis zum Laufzeitende halten würden.“ „Negative Zinsen“, so Steinhardt weiter,  „sind dabei nur ein Faktor, der bei dieser Berechnung zu berücksichtigen ist und natürlich berücksichtigt wird.“

Wieder einverstanden: Die SNB setzt diesen Zins fest. Aber sie verfolgt damit ein Ziel: Sie will so viele Devisen kaufen, [...]

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