istock.com/Rike Wunsch
Kommentar | 17.01.2019

Nicht ungefährlich, auf tönerne Füße zu zeigen

Irgendwann werden alle merken, dass Europa an die Wand gefahren ist. Man wird die Deutschen nicht mehr bewundern und diese – wie auch viele andere – werden wieder sagen: Wir haben es nicht gewusst.

Als ich noch flassbeck-economics-Leser war, dachte ich manchmal, wie schön es wäre, wenn dieser Blick auf das, was nicht gesehen wird, noch bereichert und bestärkt würde durch Beiträge anderer, die diesen weiten Blick teilen. Also habe ich mich sehr gefreut, als MAKROSKOP angekündigt worden ist und musste nicht lange überlegen, ob ich es abonnieren würde. Ich bin froh, dass es MAKROSKOP gibt und lese die Artikel des Magazins immer wieder gerne.

Ich muss gestehen, dass ich nicht jener unvoreingenommene Leser bin, den ein berufliches Interesse an der Ökonomie zur Lektüre auch der Artikel dieser Fachzeitschrift angespornt hat. Vielmehr bin ich durch die Abbildung des Zeitgeschehens mittels gut verständlicher und gut dokumentierter Analysen der ökonomischen Zusammenhänge von ‚flassbeck-economics‘ zu dieser Lektüre gekommen.

Geboren und aufgewachsen in der Schweiz, einem eher nüchternen, mit erstaunlich vielen Wassern gewaschenen kleinen Land, bin ich heute neunundfünfzig, ein Büroangestellter, der immer mal wieder nach den Ufern der Pensionierung Ausschau hält. Viele Sorgen meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger teile ich nicht. [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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