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Finanzsystem | 16.01.2019 (editiert am 04.02.2019)

Noch immer keine Hyperinflation in der Schweiz

Die Zentralbanken in Japan und der Schweiz haben durch unkonventionelle Geldpolitik international Rekorde gesetzt. Gleichwohl unterschieden sich ihre Strategien. Anders als die BOJ setzte die SNB auf den Ankauf von Devisen. Doch auch hier von Hyperinflation keine Spur.

Die Bilanz der Schweizerischen Zentralbank (SNB) ist seit der globalen Krise noch stärker gewachsen als die Bilanz der Bank of Japan (siehe Teil 1) und anderer wichtiger Zentralbanken. Im Fall der SNB geschah dies nicht durch den Ankauf von heimischer Staatsanleihen, sondern durch den Ankauf von Devisen im Zuge von Devisenmarktinterventionen.

Die SNB wurde 1907 als Aktiengesellschaft besonderer Art gegründet. Ihr Aktienkapital in Höhe von 25 Millionen Franken ist zu 24 Prozent im Besitz privater Aktionäre, während der öffentliche Sektor 76 Prozent hält. Mit 58 Prozent besitzen die Kantone hiervon den größten Teil. Die jährliche Dividende auf das Aktienkapital ist auf maximal sechs Prozent begrenzt. Etwaige verbleibenden Gewinne, soweit sie zur Ausschüttung kommen, entfallen zu zwei Drittel an die Kantone, zu einem Drittel auf den Bundesstaat. Die Statuten erklären hierzu etwas mystisch, dass die SNB ihre Währungsreserven auf einem Niveau unterhalten solle, das geldpolitisch notwendig ist. Ihre Währungsreserven hat sie in den letzten 10 Jahren wahrhaft stürmisch aufgetürmt. [...]

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