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Ökologie | 07.01.2019 (editiert am 07.02.2019)

Scheinlösung Elektroantrieb

Die dominierende Erzählung sieht im elektrischen Antrieb einen entscheidenden Beitrag zur Lösung der gegenwärtigen Umweltprobleme. Doch der Ersatz des Verbrennungsmotors beseitigt kaum eines der Probleme des Automobils.

Die dominierende Erzählung zum Thema elektrischer Antrieb beschränkt sich meist auf den von Automobilen. Darin sieht sie – verbunden mit der Hoffnung, dass Strom bald zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen zu Verfügung stehen würde – einen entscheidenden Beitrag zur Lösung der gegenwärtigen Umweltprobleme. So auch Timo Daum in einer Studie für die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Dazu gibt es jedoch keinen Anlass.

Sicher ist heute in den Städten die »Hauptursache für den Flächenverbrauch, die Schadstoff- und Lärmbelästigung […] der verbrennungsmotorisierte Verkehr« [Daum 2018, 11]. Doch der Ersatz des Verbrennungsmotors durch den elektrischen Antrieb beseitigt kaum eines der Probleme des Automobils.

Mit dem elektrischen Antrieb verbindet sich oft die Erwartung, dass dies zu einer vollständigen Restrukturierung der Automobilbranche mit einem einschneidenden Bedeutungsverlust der traditionellen Hersteller führen würde. Begründet wird dies mit Verweis auf den Ersatz des traditionellen Antriebsstrangs, der zu den Domänen der letzteren gehört, durch den wesentlich einfacher aufgebauten Elektromotor. Deshalb, so die Annahme, »[ist] der Markteintritt […] niedrigschwellig möglich« [Daum 2018, 7].

Das klingt einerseits zwar plausibel. [...]

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