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Grundlagen | 29.01.2019 (editiert am 04.02.2019)

Sparen und Überschüsse: Eine kleine Geschichte von Urs und Wilhelm

Sorgen fleißige Sparer und der demografische Wandel dafür, dass ein Land Überschüsse aufweist? Sind Überschüsse nur das Resultat von den Sparentscheidungen Einzelner?

Immer wieder liest man, dass Deutsche oder Schweizer, weil sie so viel sparen, ihre Ersparnisse im Ausland investieren müssen. Oft wird in diesem Kontext von alternden Gesellschaften geredet, die naturgemäß aus irgendwelchen Gründen vermehrt sparen. Überschüsse seien daher das Resultat solcher Entscheidungen einzelner Leute. Und da man ja liberal sein will, sollte der Staat in solche Entscheidungen auch nicht eingreifen.

Überschüsse als Resultat von fleißigen Sparern?

Diese Erklärung der Ursache von Überschüssen hat aber mit der ökonomischen Realität sehr wenig zu tun. Wie also hängen Ersparnisse und Überschüsse tatsächlich zusammen?

Gesamtwirtschaftlich bedeuten Leistungsbilanzüberschüsse, dass alle Sektoren eines Landes zusammen unter dem Strich – das heißt netto betrachtet – finanzielle Ersparnisse erzielt haben. Diese finanziellen Ansprüche können dann logischerweise nur gegenüber dem Ausland gelten, weil es generell zu jedem finanziellen Anspruch immer eine finanzielle Verbindlichkeit gibt. Ein Land mit Defiziten, wie die USA, ist dementsprechend gegenüber anderen Ländern netto verschuldet.

Doch wie kommen Leistungsbilanzüberschüsse zu Stande? Oder anders ausgedrückt: wie kommen Schweizer oder Deutsche unter dem Strich dazu, Sparer gegenüber dem Ausland zu sein? [...]

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