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Kommentar | 10.01.2019 (editiert am 11.01.2019)

Strohfeuer hat italienische Wirtschaft verwüstet

Hans-Werner Sinn erklärt richtig, dass Italiens wirtschaftliche Probleme auf seine im Vergleich zu Deutschland höheren Lohnstückkosten zurückzuführen sind. Und widerlegt sich dann selbst, indem er die erhöhte Inflation mit deren staatlicher Verschwendungssucht erklärt.

Trotz der Einigung zwischen der italienischen Regierung und der Europäischen Kommission über deren Haushaltentwurf, werden die wirtschaftlichen Probleme Italiens weiterhin ungelöst bleiben. Denn das Problem Italiens besteht primär darin, dass „Löhne und Preise in der Zeit vor der Euro-Krise relativ zu Deutschland viel zu schnell stiegen“.

Verlust internationaler Wettbewerbsfähigkeit

„So ist seit 1995, dem Jahr der endgültigen Euro-Ankündigung, ein Zuwachs des Preisniveaus italienischer Güter gegenüber dem Rest der Eurozone von etwa 25 Prozent und gegenüber Deutschland von 39 Prozent zu verzeichnen. Das hat die Wettbewerbsfähigkeit Italiens zerstört, ein Viertel der Industriefirmen vernichtet und die Produktion bis heute um 17 Prozent unter das Vorkrisenniveau fallen lassen.“

Italien hat also gegenüber Deutschland aufgrund vergleichsweise höherer Inflationsraten massiv an internationaler Wettbewerbsfähigkeit verloren. In einer Währungsunion kann also nur dann ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit vermieden werden, wenn die Inflationsentwicklung in allen Ländern gleich hoch ist.

Da es einen engen Zusammenhang zwischen Löhnen – genauer, den Lohnstückkosten – und der Inflationsrate eines Landes gibt, [...]

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