Editorial | 07.01.2019

Zurückblicken und vorausschauen

Wer zurückblickt, erkennt nicht notwendigerweise wie sich die Zukunft entwickelt. Wer nicht zurückblickt, geht auf jeden Fall blind in die Zukunft.

 Liebe Leser,

man sagt, wenn man älter werde, vergehe die Zeit schneller. Da ist was dran, aber vermutlich entsteht dieser Eindruck nur deswegen, weil man mit zunehmendem Alter objektiv die Möglichkeit hat, weiter zurückzublicken. Wer nur zehn Jahre zurückblicken kann und viele Jahrzehnte vor sich hat, hat naturgemäß ein anderes Zeitgefühl als derjenige, der viele Jahrzehnte überschaut und an die wenigen Jahre denkt, die ihm noch bleiben.

Als kritischer Beobachter der geistigen Auseinandersetzungen hat man allerdings mit zunehmendem Alter immer öfter das Gefühl, die Zeit sei stehengeblieben. Einerseits sind wir, beeinflusst von Wissenschaft und Technik, darauf eingestellt, Fortschritt im Zeitablauf als quasi automatisch und selbstverständlich anzusehen, doch andererseits gibt es große Bereiche, wo intellektuell praktisch nichts passiert oder sogar Rückschritt festzustellen ist. Die Wirtschaft im weitesten Sinne mit ihrer immer stärkeren Durchmischung von wissenschaftlichen und quasi-religiösen Standpunkten, scheint für Letzteres prädestiniert zu sein.

So ist es mittlerweile „gelungen“,  makroökonomische Fragen weitgehend aus der öffentlichen Auseinandersetzung zu verbannen. Die unbestreitbare Tatsache etwa, dass sich global die Konjunktur abkühlt, was einen enormen Rückschlag vor allem für Europa bringen könnte, [...]

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