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Finanzsystem | 05.02.2019 (editiert am 07.02.2019)

Die EZB – Zentralbank der besonderen Art

Die Hüterin des Euro ist eine staatenlose Zentralbank, weil auch der Euro eine Währung ohne Staat ist. Doch anders als ordoliberale Währungsträumer hofften, hat sich dieser Umstand als Achillesferse der EZB und des Euro erwiesen.

Der Maastrichter Vertrag über die Europäische Union sah die Errichtung einer Wirtschafts- und Währungsunion sowie eines Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) vor. Rechtzeitig zur Einführung des Euro wurde somit der Kreis der nationalen Zentralbanken (NZB) der EU Mitgliedsländer um die Europäische Zentralbank (EZB) als Leitzentrale des neuen Euro-Zentralbanksystems ergänzt.[1]

Anders als das „Federal Reserve Board“ des US Federal Reserve Systems ist die EZB nicht nur ein Entscheidungsgremium (samt Fachabteilungen), sondern tatsächlich eine (Zentral-)Bank. Sie kann daher auch selbst auf den Finanzmärkten operieren. Und aufgrund ihrer eigenen Bilanz von Aktiva und Passiva macht sie auch gewöhnlich Gewinne, die sie finanziell unabhängig machen.

Dennoch ist die EZB in so mancherlei Hinsicht sehr eigentümlich, eine Zentralbank besonderer Art. Insbesondere hat sie keinen Staat als (Haupt-)Eigner. Wenn sie Zentralbankgewinne ausschüttet, fließen diese auch nicht – was bei Zentralbanken der Normalfall ist – in den Staatshaushalt.

Die Hüterin des Euro ist eine staatenlose Zentralbank, weil auch der Euro eine Währung ohne Staat ist. [...]

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