Welsh photographs via flickr / CC BY-NC-ND 2.0
Brexit | 11.02.2019 (editiert am 14.02.2019)

Falscher Kosmopolitismus versus echter Internationalismus

Es ist Zeit, sich von den Mythen rund um die EU zu verbschieden. Nur über die Wiederherstellung der nationalen Solidarität lässt sich echter Internationalismus neu begründen.

Für viele Brexit-Gegner ist die EU ein Symbol für Internationalität und Offenheit, während der Brexit nur Nationalismus und Innengewandtheit bedeuten kann. Doch das ist eine fehlgeleitete Haltung. Die EU steht nicht für einen echten Internationalismus, sondern nur für einen dünnen, künstlichen Kosmopolitismus.

Trotz des Fokus der Mainstream-Brexit-Debatte auf Fragen des Handels und von Grenzen, geht die eigentliche Debatte über Europa viel tiefer. Zwei Jahre nach dem Referendum zeigen die Meinungsverschiedenheiten über die EU und die anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen Leavers und Remainers, dass dieser Streit die persönliche Identität der Menschen betrifft –  also wie sie über sich selbst und ihr Verhältnis zur Welt denken.

Für diejenigen, die sich mit der EU identifizieren, ist das Ideal ein attraktives. Die EU steht für eine kooperative Vision einer harmonischen Zukunft zwischen verschiedenen Völkern. Für die Europhilen ist die EU eine Institution, die dazu beiträgt, Solidarität und Frieden über die Grenzen hinweg zu erhalten und zu vertiefen. Für die EU zu sein bedeutet, der Welt offen, gastfreundlich und aufgeschlossen gegenüberzustehen, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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