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Genial daneben | 15.02.2019 (editiert am 20.02.2019)

Keine Rezession – stattdessen erneut ein statistisches Wunder

Wer Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung für Statistik hält, liegt falsch. Das hat das Statistische Bundesamt bei der Vorlage der Wachstumszahlen für das letzte Quartal 2018 gerade wieder nachgewiesen.

Uuff, das war knapp! Mit 0,0 Prozent „Wachstum“ im vierten Quartal 2018 ist Deutschland, wie das Statistische Bundesamt gestern meldete, einer Rezession gerade so entgangen. Von einer „technischen“ Rezession, so unsere Leitmedien (hier der typische Reflex in der FAZ), hätte man sprechen müssen, wenn das BIP in saisonbereinigter Rechnung zwei Mal hintereinander gesunken wäre. Da es im dritten Quartal ein Minus von 0,2 gegeben hatte, wäre tatsächlich Rezession angesagt gewesen.

Da atmen alle erleichtert auf. Knapp an einer Rezession „vorbeigeschrammt“. Die 0,0 Prozent machen doch Hoffnung, und selbst wenn es im ersten Quartal wieder ein Minus gibt, muss man nicht von einer Rezession sprechen, weil es dann ja wieder nicht zwei Quartale hintereinander sind. Ist doch logisch, minus 0,2, dann 0,0 und danach noch einmal minus 0,2 sind einfach keine „technische“ Rezession.

Nein, wenn es so käme, wäre es eine richtige Rezession, ganz gleich, was „Ökonomen“ eine „technische Rezession“ nennen. Auch ein Minus von 0,2 und eine Stagnation bedeuten Schrumpfung.

Woher kommt die Stagnation der Produktion? [...]

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