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Sparende Unternehmen | 27.02.2019 (editiert am 07.03.2019)

Reich und einfallslos

Makroökonomisch werden “sparende” Unternehmen zum Thema. Auf der Handlungsebene aber geht es um die Beseitigung eines Überflusses. Fast schon kann man von einem Dagobert Duck Effekt reden.

Das Phänomen „sparender“ Unternehmen ist seit einiger Zeit bei verschieden Autoren das Thema auf MAKROSKOP (siehe Werner Vontobel, Franz Helmreich, Günter Grunert und auch Heiner Flassbeck). Es ist aber eine Argumentation, die auf der Makroebene angesiedelt ist und in wesentlichen Teilen die Verhaltensweisen von Mikroeinheiten der Ökonomie verkennt.

In der Betriebswirtschaftslehre würde man nicht von sparenden Unternehmen reden. Unternehmen sparen, indem sie Kosten senken. Auch wenn sich die genannten Autoren auf den Unternehmenssektor insgesamt beziehen, werden mit der auf die Makroebene gerichteten Argumentationslogik wesentliche und handlungsleitende Sachverhalte missachtet. Lediglich Heiner Flassbeck bringt ein zentrales Argument, welches auch in Teilen von Werner Vontobel aufgegriffen wird:

„Die Unternehmen reagieren nur dann in der von den Notenbanken traditionell erwarteten Weise, wenn sich ihre Nachfragesituation nach der Krise rasch bessert, was aber nicht der Fall ist, wenn neben der Arbeitslosigkeit auch eine säkulare Lohnschwäche auf den Einkommen der Arbeitnehmer lastet. Folglich sparen die Unternehmen lieber oder kaufen Aktien zurück,

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