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US-Konjunktur  | 12.03.2019 (editiert am 15.03.2019)

Abschwung unterwegs, next stop Rezession?

Erhöhte Alarmbereitschaft ist anzuraten. Der weltweite Abschwung hat Amerika erfasst. Das erste Quartal 2019 zeigt ein trübes Bild und die Federal Reserve denkt schon über eine Kurskorrektur nach.

Amerikas Wirtschaft ist im letzten Quartal des vergangenen Jahres mit 2,6 Prozent (Jahresrate) gewachsen. Nicht schlecht, obgleich deutlich langsamer als in den beiden Quartalen zuvor, als die Steuersenkung die Konjunktur noch stärker angeregt hatte. Weitere Konjunkturdaten für die letzten Monate deuteten überwiegend auf eine anhaltende Abkühlung der laufenden Entwicklung hin.

Die Federal Reserve hat daher nach ihrem letzten Zinsschritt im Dezember – ganz entgegen ihrer zuvorigen Planungen – erst einmal eine Pause eingelegt, was prompt den Aktienmärkten nach dem kräftigen Einbruch zum Jahreswechsel neue Auftriebskraft verlieh. Rezessionsrisiken möchte man unter euphorischen Marktakteuren auch nach 10 Jahren Aufschwung lieber ausblenden. Das in Kürze erwartete US-Handelsabkommen mit China und expansive wirtschaftspolitische Bemühungen Chinas gelten als Basis für die neue Zuversicht an den Finanzmärkten. Teilen muss man diesen Optimismus allerdings nicht. Denn der weltweite Abschwung hat nunmehr auch Amerika erfasst.

Das Bureau of Economic Analysis hat Ende Februar – mit rund einmonatiger Verspätung, bedingt durch die lange Schließung vieler US-Regierungsbehörden während des Haushaltsstreits zwischen Präsident Trump und dem nunmehr von Demokraten dominierten Repräsentantenhaus („government shutdown“) – eine vorläufige Schätzung für das Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal 2018 sowie für das Gesamtjahr 2018 veröffentlicht. [...]

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